Albaicín und Sacromonte in Granada

24 Mai
2017
Letzte Aktualisierung: 20 Januar, 2020

Lassen Sie sich nach Albaicín und Sacromonte entführen – die zwei Stadtviertel Granadas, die man unbedingt gesehen haben muss

Man ist erst dann wirklich in Granada gewesen, wenn man auch den beiden bezaubernden Stadtvierteln Albaicín und Sacromonte einen Besuch abgestattet hat. Wenn Sie erst einmal den Hügel im Osten der Stadt erklommen haben, haben Sie einen phänomenalen Blick über ganz Granada und tauchen ein in die geheimnisvolle und reiche Geschichte, die Ihnen diese beiden Viertel zu erzählen haben. Gezeichnet vom Erbe der Mauren und dem Einfluss der auch heute noch präsenten Gitano-Kultur glänzen Albaicín und Sacromonte mit ihrem einzigartigen Charme.

Albaicín und Sacromonte

Albaicín

Dieses alte Stadtviertel auf dem Hügel Granadas, zwischen der Calle Elvira und dem Fluss Darro gelegen, wurde es 1994 von der UNESCO zum Weltkulturdenkmal erklärt – und es ist nicht schwer zu verstehen warum…

Geschichte

Die Geschichte von Albaicín geht auf die Präsenz der Mauren in Granada zurück, die 1227 nach der Eroberung Ihrer Stadt durch Ferdinand III auf den Hügel flohen und sich dort ansiedelten. Rund 40 000 maurische Einwohner wohnten in diesem Stadtteil in friedlichem Zusammenleben mit den Christen am Fuße des Hügels.

Nach der Reconquista im Jahre 1568, als Granada vollends von den Christen zurückerobert wurde, erlebte die maurische Kunst im Albaicín ihren Niedergang. Die Christen tauschten sie ganz einfach durch ihre eigene Kultur aus, so wurden die knapp 30 Moscheen in Kirchen verwandelt und die alten Häuser der Mauren wurden zu prächtigen Gärten.

Monumente

Dank seiner jahrhundertealten Geschichte sind im Albaicín zahlreiche Monumente zu finden, die absolut sehenswert sind. Darunter sind zum Beispiel die Kirche Santa Ana, in deren Glockenturm sich ein Minarett befindet, die Colegiata del Salvador aus dem 16. Jhd., die sich auf den Überresten der alten Hauptmoschee des Viertels erhebt, oder auch die Mezquita Mayor de Granada, die große Moschee, die 2003 für die aktuelle muslimische Bevölkerung eingeweiht wurde.

Außerdem empfehlenswert ist das archäologische Museum, es befindet sich in einem alten Herrenhaus aus der Renaissance. Dort können Sie Granadas Vergangenheit mit Hilfe von Astrolabien und anderen alten Werkzeugen entdecken.

Spaziergänge

Auf den engen und steilen Kopfsteinpflastergassen, die sich durch das Viertel schlängeln, empfiehlt es sich auf jeden Fall flache und bequeme Schuhe anzuziehen. Der Weg zu einem der spektakulärsten Aussichtspunkte überhaupt ist gesäumt von den weißen Fassaden der Häuser und den belebten Bars und Restaurants Albaicíns.

Spaziergänge in der Albaicín, Granada

Mirador de San Nicolás

Ganz oben an der Spitze des Stadtteils begeistert der Mirador de San Nicolás mit seinem großartigen Blick hinüber zur Alhambra. Genießen Sie diesen bei einem Gläschen Wein, einem kühlen Bier mit Tapas, oder anderen typischen Gerichten in einem der Restaurants am Fuße des Aussichtspunkts.

Der Platz direkt am Mirador sprüht nur so vor Leben, es tummeln sich nicht nur Artisten und Handwerker, die den Touristen ihre Künste darbieten, sondern auch viele junge Leute. Vor allem Studenten nutzen den Ort, um sich hier zu versammeln, die Alhambra im orange-goldenen Licht des Sonnenuntergangs versinken zu sehen, oder sich in einer der Bars ringsum zu treffen.

Sacromonte

Der heilige Berg Granadas ist die Geburtsstätte der Gitano-Kultur der Stadt. Nach der Reconquista im 15. Jhdt. ließen sich hier die sogenannten Gitanos (Zigeuner) in ihren typischen Wohnhöhlen nieder, wo sie teilweise heute noch leben und Flamenco Shows für Touristen anbieten. Auch der Zambra findet in diesem Viertel seine Wurzeln – der Tanz der Zigeuner, der seinen Ursprung in der Kultur der Mauren fand.

Einen Einblick in das frühere Leben des einstigen Wandervolkes in ihren Höhlen können Sie im Museo Cuevas del Sacromonte bekommen. Ebenfalls interessant ist die Abadía del Sacromonte (Abteikirche) mit ihren christlichen Reliquien.

Grotten van Sacromonte, Granada

Wie kommt man vom Zentrum Granadas nach Albaicín und Sacromonte

route-c1 albaicín
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Foto von Love Granada

Die beiden Stadtteile sind aus dem Zentrum Granadas ganz einfach mit dem Bus zu erreichen. Die beiden Hauptlinien sind die C1 (Albaicín – Zentrum) und die C2 (Sacromonte – Zentrum). Beide Linien fahren vom Plaza Nueva ab, C1 ca. alle 8 Minuten und C2 ca. alle 20 Minuten. Darüber hinaus ist beides auch ganz gut fußläufig zu erreichen.

Unterkünfte in Granada

Nach (oder sogar vor) einem Besuch in Albaicín und Sacromonte wollen Sie sicher die Zeit nutzen, um sich zu entspannen. Buchen Sie doch eine der komfortablen Ferienhäuser in Granadas Umgebung. So können Sie sich aussuchen, ob Sie sich weiter auf Entdeckungsreise in die Stadt begeben, oder sich doch lieber in der ruhigen Atmosphäre am hauseigenen Pool ausruhen wollen.

Albaicín und Sacromonte – zwei Juwelen des maurischen Erbes in Granada

Waren Sie schon einmal in Albaicín und/oder in Sacromonte? Freuen Sie sich auf einen baldigen Besuch dieser beiden Stadtteile Granadas? Erzählen Sie es uns unten in den Kommentaren.

Albaicín und Sacromonte in Granada ist ein Artikel über Kultur in Granada
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