Die Kathedrale von Sevilla und La Giralda

03 Aug
2017
Letzte Aktualisierung: 4 Oktober, 2019

Die Kathedrale von Sevilla ist die größte gotische Kathedrale der Welt.

Erfahren Sie, was Sie wissen sollten, bevor Sie sich diesen Juwel in der Hauptstadt Andalusiens ansehen.

Wenn Sie einen Abstecher in die Hauptstadt Andalusiens planen, lassen Sie sich einen Besuch der Kathedrale Santa María de la Sede  mit all Ihren Kuriositäten nicht entgehen. Als drittgrößte Kathedrale weltweit wurde sie 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Im Inneren dieses Gotteshauses befindet sich außerdem das Grab von Christoph Kolumbus. Sind Sie bereit sich auf die Entdeckungsreise zu begeben?

Wo befindet sich die Kathedrale von Sevilla und wie kommt man dorthin

Um Ihre Stadttour durch Sevilla am Besten planen zu können, sollten Sie zuerst wissen, wo sich die Kathedrale befindet und wie Sie sie am Besten erreichen können. Wenn Sie wollen, lesen Sie außerdem was es in zwei Tagen in Sevilla zu sehen gibt.

Die Kathedrale liegt im Zentrum von Sevilla in der Avenida de la Constitución, neben dem Fluss Canal de Alfonso XIII.

Am Besten erreichen Sie die Kathedrale zu Fuß. Wenn Sie mit dem Bus kommen, der normalerweise am Busbahnhof am Plaza de Armas hält, dann liegt nur ein 1,5 km langer Fußmarsch vor Ihnen, auf dem Sie auch gleich wunderbar andere Wahrzeichen der Stadt sehen können. Vom Busbahnhof folgen Sie der Calle Arjona, biegen links ab in die Calle Adriano und dann in die Calle Arfe.

Wenn Sie nicht zu Fuß gehen wollen, dann können Sie vom Plaza de Armas auch einen Bus nehmen, Linie 3 Richtung „Bellavista“ und an der Haltestelle „Paseo Cristóbal Colón“ aussteigen. Von hier aus gehen Sie durch die Calle Dos De Mayo bis Sie die Kathedrale erreichen. Eine weitere Möglichkeit ist vom Plaza de Armas bis zum Plaza Nueva zu laufen und dort die Bus Linie T1 zu nehmen, mit der Sie am Archivo de Indias rauskommen.

Wenn Sie mit dem Zug an den Bahnhof Sevilla Santa Justa kommen, dann können Sie die Bus Linie 21 Richtung Plaza de Armas nehmen und an der Haltestelle Menéndez Pelayo aussteigen. Von hier aus sind es nur noch 800 Meter nach rechts und schon sind Sie an der Kathedrale. 

Wer hat die Kathedrale von Sevilla gebaut: Geschichte

Die Kathedrale von Sevilla wurde gebaut, um die größte gotische Kathedrale der Welt zu sein, und es sieht ganz danach aus, als hätte man das erreicht. Man sagt, dass, kurz bevor der Bau an der Stelle der Almohad Moschee aus dem 12. Jhd. gestartet wurde, einer der Kanoniker den berühmten Satz: „Hagamos una iglesia tan grande que los que la vieran acabada nos tengan por locos“ (Lasst uns eine Kirche bauen, die so groß ist, dass alle, die sie fertig sehen, uns für verrückt halten).

Als die Christen 1248 die Stadt eroberten fingen sie an die Almohad Moschee als Kirche zu benutzen, nachdem bei einem Erdbeben 1359 Teile der Moschee zerstört wurden, begann man 1401 eine komplett christliche Kirche zu bauen.

Kathedrale von Sevilla, die größte gotische Kathedrale
Foto mit freundlicher Genehmigung von Catedral de Sevilla

Die beiden einzigen Teile, die von der ursprünglichen Moschee beibehalten wurden, sind der Orangenbaum Patio und die unteren beiden Drittel des Kirchturms, der heute als Giralda bekannt ist. Dies bedeutet eigentlich Wetterfahne, diese wurde, während der Arbeiten am ursprünglichen Minarett, gemeinsam mit dem obersten Teil, in dem sich die Glocken befinden, am Turm (El Giraldillo) angebracht. Der Name setzte sich dann später als Bezeichnung für den ganzen Turm durch.

Die Bauarbeiten wurden 1506 beendet und die Kathedrale wurde dann in mehr als 500 Jahren und fünf verschiedenen Epochen genutzt: in der Gotik (1403-1528), der Renaissance (1528-1593), dem Barock (1618-1758), dem Akademismus (1758-1823) und der Neugotik (1825-1928).

Die Kathedrale von Sevilla mit Ihrer Giralda sind, zusammen mit der Alcázar und dem Archivo de Indias (Indienarchiv), die meist besuchten Monumente der Stadt, unter anderem auch deshalb, weil sie UNESCO Weltkulturerbe sind.

Wie groß ist die Kathedrale von Sevilla

Mit ihren 11 500 Kubikmetern ist die Kathedrale von Sevilla die größte gotische Kathedrale weltweit und nach dem St. Peters Dom in Rom und der St. Pauls Kathedrale in London insgesamt die drittgrößte Kathedrale auf der ganzen Welt. Sie ist 76 Meter breit und 116 Meter lang und erreicht, dank der Giralda eine Höhe von 104 Metern. Da man die Giralda von fast jedem Punkt der Stadt aus sehen kann, gilt sie als das bekannteste Merkmal Sevillas.

Öffnungszeiten Kathedrale von Sevilla

  • Montag: 11:00 bis 15:30 Uhr
  • Dienstag bis Samstag: 11:00 bis 17:00 Uhr
  • Sonntag: 14:30 bis 18:00 Uhr
  • 5. Januar, 24. und 31. Dezember: 11:00 bis 13:00 Uhr
  • Geschlossen: 1. und 6. Januar, und 25. Dezember[/rul_schedule
[rul_tips]Die Kathedrale kann montags von 16.30 bis 18.00 Uhr kostenlos besichtigt werden.[/rul_tips]

[rul_schedule]Preise:

  • Erwachsene: 9€
  • Studenten unter 26 und Senioren: 4€
  • Behinderte und Kinder unter 14 in Begleitung eines Erwachsenen: frei
Die Eintrittskarten können Sie im Kartenbüro oder online kaufen.

Eintrittskarten beinhalten:

  • Kathedrale
  • Giralda
  • Patio de los Naranjos
  • El Salvador Kirche (600 m von der Kathedrale)

Am 26. Mai (Corpus Christi) und am 30. Mai (San Fernando) bleibt die Kirche für Besichtigungen geschlossen, allerdings können Sie sich die Giralda ansehen.

Sehenswürdigkeiten der Kathedrale von Sevilla

Auch wenn ein Besuch der Kathedrale ein wenig Zeit braucht, sollten Sie sich diese Plätze auf keinen Fall entgehen lassen:

La Giralda und El Giraldillo

Die Giralda und Giraldillo

Zum Glockenturm, in dem sich die 24 Kirchenglocken befinden, haben Sie Zugang von der nordöstlichen Seite der Kathedrale über mehrere Rampen. Diese wurden ursprünglich für die Wachen gebaut, um die Turmspitze mit dem Pferd erreichen zu können. Die Wetterfahne auf der Spitze der Giralda repräsentiert Glauben.

Grab von Christoph Kolumbus

Grab von Christoph Kolumbus in der Kathedrale von Sevilla
Foto mit freundlicher Genehmigung von Catedral de Sevilla

Nicht jeder weiß, dass die Kathedrale von Sevilla das kolossale Grab des großen Entdeckers beherbergt. Seine sterblichen Überreste haben, wie der Explorator selbst, eine kleine Weltreise hinter sich. Nachdem Kolumbus 1506 in Valladolid starb, wurde er in Sevilla begraben, 36 Jahre später auf Wunsch hin seines Sohnes Diego nach Santo Domingo, die Hauptstadt der Dominikanischen Republik, überführt, wo seine Gebeine zunächst mehr als 250 Jahre verblieben.

Da die Insel derzeit Kolonie Frankreichs war, beschloss man 1795 den Leichnam nach Kuba zu bringen, wo man ihn in der Kathedrale von Habana also erneut beisetzte. Rund weitere hundert Jahre später brachte man Kolumbus Reste wieder zurück nach Sevilla, wo sie 1898 in einem Mausoleum aus Marmor und Bronze zu deren Schutz erneut bestattet wurden. Das Grab befindet sich seither links neben dem Eingang der Puerta de los Príncipes (Tür der Prinzen).

Capilla Real

Die Capilla Real (königliche Kapelle), an der östlichen Seite ist der Virgen de los Reyes (Sevillas Schutzpatronin) gewidmet. Vor dem Altar liegt das Grab des Königs Ferdinand III, der den Mauren die Stadt entriss. Seitlich befindet sich außerdem das Grab von Alfons dem Weisen.

Capilla Mayor

Altaraufsatz von der Capilla Mayor in der Kathedrale von Sevilla
Foto mit freundlicher Genehmigung von Catedral de Sevilla

Das Beeindruckendste in der Hauptkapelle der Kathedrale ist zweifelsohne der Retablo Mayor (Hauptaltaraufsatz) von  1482. Dieses Meisterwerk repräsentiert 1000 Szenen aus dem Leben Jesus Christus und der Bibel, außerdem auch die Virgen de la Sede (Patronin der Kathedrale). Es wurde vom flämischen Maler Pedro Dancat begonnen und zählt zu dem größtem Altaraufsatz, der jemals gemacht wurde.

Puerta de la Asunción

Direkt gegenüber der Capilla Mayor befindet sich die Puerta de la Asunción, die nur über die Semana Santa (Ostern) geöffnet ist, um die Prozessionen der Bruderschaften in die Kathedrale zu lassen.

Patio de los Naranjos

Orangenbaum Patio in der Kathedrale von Sevilla

Bevor Sie die Kathedrale endgültig verlassen, machen Sie unbedingt einen Abstecher in das magisch wirkende Orangenbaum Patio. Wie in anderen andalusischen Kathedralen ist auch dieser Patio mehr oder weniger Überbleibsel des alten Innenhofs der maurischen Moschee. In dem 3 500 Quadratmeter großen Hof befinden sich 60 Orangenbäume und ein westgotischer Springbrunnen. Um Ihren Besuch in der Kathedrale abzuschließen, können sie Sie über die Puerta del Perdón verlassen.

Bekleidungsvorschriften für den Eintritt in die Kathedrale von Sevilla

Obwohl keine offizielle Kleiderordnung besteht, um die Kathedrale von Sevilla betreten zu können, werden die Besucher dennoch gebeten diese heilige Stätte genauso zu respektieren wie anderorts. So werden Frauen, speziell im Sommer aufgefordert nackte Schultern mit einem Tuch zu bedecken Rock oder Hose zu tragen, die bis über das Knie reichen, das Gleiche gilt genauso für Männer.

Das Folgende Schild ist am Eingang der Kathedrale angebracht, sodass alle Besucher bereits vorher wissen, was angemessene Kleidung heißt.

Bekleidungsvorschriften für den Eintritt in die kathedrale von Sevilla
Foto mit freundlicher Genehmigung von Catedral de Sevilla

Unterkünfte in Sevilla

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Die Kathedrale von Sevilla verbirgt Ihnen nicht länger ihre Geheimnisse!

Haben Sie die Kathedrale von Sevilla schon einmal besucht? Was hat Ihnen an der größten gotischen Kathedrale weltweit am Besten gefallen? Erzählen Sie es uns unten in den Kommentaren!

Die Kathedrale von Sevilla und La Giralda ist ein Artikel über Kultur in Sevilla
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